Mukoviszidose
 
 

Mukoviszidose oder auch Cystische Fibrose - kurz CF- genannt, ist eine Stoffwechselerkrankung, die durch einen Gendefekt hervorgerufen wird. Die Vererbung des Defekts geht von den Eltern zu den Kindern. Die Eltern müssen nicht erkrankt sein. Sie vererben nur ein halbes defektes Gen. Treffen bei den Kindern nun diese zwei defekten Genteile aufeinander, so hat das Kind Mukoviszidose. Nachfolgend Skizze soll das veranschaulichen.

 

Großeltern

0I  

 

00

 

00

 

I0

 

\

 

/

 

\

 

/

Eltern

 

0I

 

 

 

I0

 

 

 

 

\

 

/

 

 

Kind

 

 

 

I I

 

 

 

 

Statistisch gesehen (durch die Kombination der Gene) erben von vier Kindern zwei den Gendefekt (0I) und sind damit Merkmalsträger wie die Eltern. Ein Kind hat keinen Gendefekt (00). Nur bei einem Kind trifft der Gendefekt der Eltern aufeinander und das Kind  (I I) hat Mukoviszidose (s. auch rechts "Vererbungslehre").

 

Betroffen sind vor allem die Atmung und die Verdauung. Ein Außenstehender spricht oft von Asthma und Unterernährung. Die Symptome sind ähnlich und die Erkrankung wird selbst von Ärzten nicht immer sofort erkannt.

 

Mukoviszidose ist nicht heilbar.

 

Die Patienten müssen täglich eine Vielzahl von Medikamenten einnehmen und täglich viel Zeit  in eine spezielle Krankengymnastik mit Atemübungen investieren. Die Gymnastik,  verbunden mit der speziellen Atemtechnik, soll den für Mukoviszidose typischen zähen Schleim aus der Lunge befördern.

 

Zur weiteren Therapie zählt eine ständige Antibiotikabehandlung. Antibiotika wird meist täglich über Tabletten oder Saft verabreicht bzw. mittels Inhalation in die erkrankte Lunge gebracht. Bei stärkerem Befall der Lunge durch Bakterien wird eine regelmäßig „IV-Therapie“ durchgeführt. Dabei wird Antibiotika intravenös gegeben. Je nach Zustand der Venen bzw. der Häufigkeit einer „IV-Therapie“  kann der Zugang auch über ein Portkatheter-System erfolgen. Am 7. Juni 2006 wurde mir so ein System während einer OP eingesetzt. Mehr zum Portkatheter-System auf den weitern Seiten.

 

Ein zweiter großer  Punkt bei Mukoviszidose ist die Ernährung. Durch die Beeinträchtigung der Verdauung kann es zur Unterversorgung kommen. Patienten mit Mukoviszidose brauchen deshalb eine spezielle kalorienreiche Kost und Zusatznahrung, sowie zusätzliche Vitamine.

weitere Erklärungen

 

 

 

 

 

 


Vererbungslehre

 

 


Kreislauf des Entzündungsgeschehens

 

 

 


Kreon zur Unterstützung der Verdauung
 

 



Pari Junior

 


Vitamine

 


Heim-IV System von Baxter


Portkatheter